Tjoa, spart man die Geschenke, hat man den kommerziellen und vermutlich kinder-freundlichsten Teil von Weihnachten ja bereits abgeschafft. Verweigert man dann noch das Stehen in der Kirche, reduziert sich Weihnachten wohl unter das Niveau des 80ers irgendeines “wichtigen” halb-Verwandten. (Ok, die Kirche mag nicht sooo wichtig sein, aber es sind solche Traditionen, die den gesellschaftlichen Teil eines Festes ausmachen)
Aber das ist jedem selbst überlassen. Ich habe fast ein halbes Monatsgehalt für Geschenke aus gegeben und weiß, dass ich noch viel mehr zurück bekommen werde. Kostenneutral bin ich wirtschaftlich gesprochen schon.
Was auch immer der einzelne über Individualität sagen mag: ich finde eine “selbst”-bedruckte Tasse ein durchaus erfreuliches Geschenk. Bei Krawatten muss ich zugegebenerweise einräumen, dass man sie besser selber kaufen sollte und sicher keine 50 Stück braucht (Sammlung ist ja nicht Bedarf, falls da gerade wer “Doch” schreien will).
Meine Familie bekommt mal wieder Kalender von mir (die Bilder kann man hier besichtigen) als Original “Ich war bei DM drucken und habe 13 Bilder eingeklebt”-Edition. (13 weil es zu den 12 Monaten noch das Front-Bild gibt)
Der Nutzen sei dahin gestellt, aber ich finde eine kleine Geste der Anerkennung eigentlich immer gut in unserer “Ellenbogen”-Gesellschaft.
Warum gerade Weihnachten?
Naja, es ist einfach so, dass Leute einen Grund brauchen, um sich etwas zu schenken, wenn sie nicht direkt als “verliebt”, “Gönner” oder anders bezeichnet werden wollen. (Wobei diese Bezeichnungen oft genug ausbleiben, aber die Mentale Drohung reicht) Und beim gegenseitigen beschenken muss sich auch niemand blöd vorkommen, dass er als einziges Geld ausgegeben hat.
Traurig ist auch die Entwicklung, dass niemand mehr Danke sagt. Weihnachten ist auch eine gute Gelegenheit ganz persönlich Danke zu sagen.
Wenn einem das Wort alleine nicht reicht, kann man Danken, in dem man Leuten einen Wunsch erfüllt (womit wir wieder bei Geschenken sind), in die Kirche begleitet, ein Essen kocht oder auch seit ewigen Zeiten mal wieder besucht. (es ist für jeden Geldbeutel eine Möglichkeit vorhanden)
Aber wofür bedanke ich mich eigentlich gerade?
Ich denke, dass jeder für sich weiß, warum er sich bei jemand anderem Bedankt: Das mag das gemeinsame Arbeiten sein, das aushalten in der gleichen Wohnung, das offene Ohr oder sogar, dass man sich im letzten Jahr so selten genervt hat.
Wen das alles noch nicht von Weihnachten überzeugt hat, der sei auf die zwei Feiertage hin gewiesen, die fast jedem zu gute kommen. Die erschweren zwar den täglichen Einkauf, sind aber vielleicht auch mal eine gute Alternative zum ununterbrochenen Arbeiten.
In dem Sinne möchte ich auch alle nicht-Christen ermuntern die Weihnachtslieder noch zwei Tage aus zu halten, den eventuell vorhandenen Schnee zu genießen und die Zeit zu nutzen um aus zu ruhen, auf einander zu zu gehen und sich auf das nächste Jahr vor zu bereiten.
So, ich hoffe meine Eingebungen helfen dem Einen und Amüsieren den Anderen. In dem Sinne: Frohe Weihnachten
TC
Tjoa, spart man die Geschenke, hat man den kommerziellen und vermutlich kinder-freundlichsten Teil von Weihnachten ja bereits abgeschafft. Verweigert man dann noch das Stehen in der Kirche, reduziert sich Weihnachten...